Christoph Püchel

Gitarrist

Christoph Pchel

Gitarre spielen - das natürlichste der Welt!

Im Gegensatz zu den meisten Gitarristen, deren Interesse für ihr Instrument durch die Musik geweckt wurde, war es bei mir eigentlich genau umgekehrt. Ich begann mich erst richtig für Musik und deren Protagonisten zu interessieren, als ich anfing, Gitarre zu spielen!

Eigentlich wollte ich nur so ein bisschen Lagerfeuergitarre lernen. Also kam eine Gitarre auf den nächsten Weihnachts-Wunschzettel nebst Lehrbuch - natürlich Peter Burschs Gitarrenschule! Die erste Konzertgitarre von Karstadt, die ich zu Weihnachten dann auch tatsächlich bekam, wurde jedoch recht schnell zur Finanzierung einer E-Gitarre verkauft. Denn einige meiner Freunde spielten auch Instrumente und wir grändeten unsere erste Band. Ich bin sicher, viele von euch erinnern sich noch genauso gut an diese ersten Schritte in Richtung Musiker, sei es nun als Hobby oder Profession. Jedenfalls dachten wir, dass wir immer zusammenbleiben würden. Dem war natürlich nicht so. Zum Glück, denn so konnte ich weitere Erfahrungen und Erlebnisse mit den nachfolgenden Bands und Musikern sammeln, die von da an meinen Weg kreuzten. Erst hier begann wirklich...

Die Entdeckungsreise

Angefangen bei Rock- und Popmusik, über Grunge und Funk, Rythm & Blues und Folk, bis hin zu experimentellen Projekten und Jazz, habe ich schon recht viel gemacht. Spaß hatte ich immer dabei - und das ist so bis heute. Ich nehme jede Gelegenheit wahr, Musik zu machen und mit anderen Musikern an Ideen, Grooves und Stücken zu feilen oder auch einfach nur zu Jammen.

Christoph Pchel - Kjutu Live

Dabei bin ich viel zu neugierig, als das ich mich auf eine Musikrichtung festlegen könnte. Die stilistischen Ausrichtungen der jeweiligen Projekte und Formationen waren und sind daher oft nicht unbedingt deckungsgleich mit meinen eigenen persönlichen musikalischen Vorlieben. Für mich liegt der Reiz darin, mich immer wieder mit neuen Einflüssen auseinanderzusetzen. Es gibt so viele verschiedene Musikstile, in denen man neue und frische Ideen für seine eigene Musik entdecken kann, dass es dumm wäre, sich ihnen zu verschließen. Deswegen bin ich auch häufig in mehreren Formationen und Projekten tätig, damit keine Langeweile aufkommt! Allerdings will ich auch kein Allround-Gitarrist sein. Vielmehr nehme ich mir die Elemente, die mir besonders gefallen und integriere sie in mein eigenes Spiel. Und wenn irgendwann jemand mal sagt "...hey, die Gitarre klingt nach Christoph...", dann habe ich einen Teil meines Ziels erreicht.

Bedauerlicherweise lerne ich häufig Musiker kennen, die der Meinung sind, die Weisheit gepachtet zu haben und die ihren bevorzugten Musikstil für den einzig wahren halten. Sie versuchen ihn so authentisch wie möglich zu reproduzieren und alle stillistischen Elemente bis aufs i-Tüpfelchen zu perfektionieren. Für andere, vermeintlich minderwertige Musik, haben sie bestenfalls nur ein müdes, herablassendes Lächeln übrig. Welch eine Verschwendung an Talent, denn sie werden immer nur nachahmen und nie wirklich neue Wege beschreiten oder gar kreativ sein! Und trotz ihres theoretischen und praktischen Wissens werden sie Musik nie empfinden oder fühlen, sondern nur denken!

Oh it breaks my heart to see those stars smashing a perfectly good guitar.
John Hiatt